Konzept

Toller Titel, doch was steckt dahinter?

Das Predoctoral Programme for Cultural Studies widmet sich als Kooperationsprojekt einem strukturellen Defizit, das bislang an deutschen Hochschulen zu wenig Beachtung findet: dem Übergang vom Studium in die Promotion.

Besonders in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist dies eine wenig beachtete Phase, in der die Studierenden häufig auf sich allein gestellt sind. Demgegenüber steht eine Vielzahl junger und motivierter Studierender, die schon früh am wissenschaftlichen Arbeiten interessiert sind, denen aber der modularisierte Ablauf ihres Studiums wenig Anleitung dafür bereitstellt.

Das Predoctoral Programme for Cultural Studies bietet deshalb ein studienbegleitendes Seminar-, Vorlesungs- und Mentoring-Programm, dessen Ziel es ist, die Studierenden auf die Herausforderungen eines interdisziplinären Promotionsprojektes vorzubereiten. Es wurde initiiert und koordiniert durch IGNIS, das International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und die Fachbereiche 03 (Sozial- und Kulturwissenschaften), 04 (Geschichts- und Kulturwissenschaften) und 05 (Sprache, Literatur, Kultur) der Justus-Liebig-Universität Gießen. Diese Kooperation macht es zu einem vielfältigen und leistungsstarken Projekt, das einerseits die Fachbereiche und ihre Disziplinen ansprechen soll, andererseits von den Erfahrungen und Möglichkeiten eines renommierten Graduiertenzentrums profitiert und zugleich durch die Beteiligung einer Studierendeninitiative sehr unmittelbar auf studentische Bedürfnisse reagieren kann.

Das Programm bietet interessierten und leistungsstarken Studierenden die Möglichkeit, sich an die organisatorischen wie inhaltlichen Fragen einer Promotion anzunähern. So wünschen sich viele leistungsstarke Studierende, noch vor Abschluss ihres Studiums forschungsorientiert und eigenständig arbeiten zu können. Mit dem Predoctoral Programme verfolgen wir einen systematischen und dabei genuin interdisziplinären Ansatz zur Lösung dieses Problems: Es öffnet den Blick über die Fächergrenzen hinaus auf Basis eines gemeinsamen kulturwissenschaftlichen Interesses, das im Zentrum des Programms steht. Die Kulturwissenschaften oder Cultural Studies gehören zu den vorherrschenden Paradigmen der zeitgenössischen Geisteswissenschaften und bieten besonders für die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine wichtige Grundlage.

Bestandteile des Predoctoral Programme

  • Workshops und Veranstaltungen speziell zu methodischen und organisatorischen Fragen rund um das Thema Promotion in den Kulturwissenschaften

    • Wie entwickelt man eigentlich eine Forschungsfrage? Wie verfasst man ein Promotionsexposé? Wie kann man die Präsentation des eigenen Projektes optimieren? Welche Möglichkeiten gibt es, eine Promotion zu finanzieren?
    • Wie hat sich das Projekt anderer Promovierender von der Idee bis zur Ausarbeitung entwickelt? Auf welche Schwierigkeiten kann man stoßen und wie kann man sie lösen?
  • Zugang zu ausgewählten Veranstaltungen des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)
    • Keynote Lectures, Master Classes, IPP-Kolloquium, etc.
  • Mentoring-Programm

    • Doktorand_innen des GCSC betreuen jeweils eine_n studentische_n Teilnehmer_in