Wie werden wir in Zukunft arbeiten?

Schon heute stehen wir vor der Herausforderung, Tausende von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, deren Arbeitswelten sich auf Grund divergenter politischer, ökonomischer und soziokultureller Faktoren von unseren unterscheiden.
Vor dem Hintergrund, dass kulturelle Aspekte stark beeinflussen, was Menschen mit dem Phänomen der Arbeit verbinden, stellt sich uns die Aufgabe, eine Zukunft der Arbeit zu entwickeln, in der alle einen Platz finden.Doch wie können wir gemeinsam mit diesen Menschen trotz verschiedener Arbeitskulturen eine Zukunft gestalten, in der alle Menschen dieses Landes gerne arbeiten? Was bedeutet Arbeit für eben jene Menschen, deren Arbeitserfahrungen und –praktiken von unseren divergieren?

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Worums geht’s?

Mit Fragen wie diesen sollen anhand qualitativer Interviews die Werte und Ideen herausgearbeitet werden, die Geflüchtete mit dem Phänomen der Arbeit verbinden, um zusammen mit ihnen Perspektiven für eine sozial innovative Arbeitswelt der Zukunft zu entwickeln.

Die Ziele des Projektes

Wir wollen gestalten, informieren und Bewusstsein fördern: Unser Projekt zielt darauf ab, auf Grundlage aktueller kulturtheoretischer Forschungsparadigmen die individuellen Arbeitsvorstellungen, –erfahrungen und –praktiken von Geflüchteten zu erfassen, um Sie für einen Vergleich mit den Rahmenbedingungen des deutschen Arbeitsmarktes fruchtbar zu machen.

Indem wir die zahlreichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Arbeitswelten herausarbeiten, sollen nicht nur neue Perspektiven auf ein bislang vernachlässigtes interdisziplinäres Forschungsfeld eröffnet werden, sondern auch ein (kultur-)wissenschaftlich fundierter Beitrag zu aktuellen Debatten um die Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt geleistet werden.

Vor diesem Hintergrund wollen wir diese vielfältigen Arbeitswelten und ihre gemeinsame Zukunft im Rahmen einer Onlineplattform zu einem interaktiven Erlebnis machen, um somit das öffentliche Bewusstsein um die Diversität von Arbeitskulturen fördern.

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Anhand biographischer Interviews wollen wir die Werte, Wünsche und Ideen erfassen, die Geflüchtete mit dem Phänomen der Arbeit verbinden.

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In einem multilingualen Glossar sollen zentrale Phänomene wie Digitalisierung, Mutterschutz oder Zeitarbeit interkulturell begreifbar gemacht werden.

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Unsere Factmap oder unser Glossar sind nützliche Tools, die im Alltag nicht fehlen dürfen: Aus diesem Grund soll unsere Online-Plattform auf diversen Endgeräten verfügbar sein.

Das ist uns wichtig

Heute wissen wir, dass Konzepte, Begriffe und Modelle von Arbeit stets von politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen abhängen und somit Gegenstand kultureller Transformationsprozesse sind. Das bedeutet, dass sich nicht nur die Struktur- und Organisationsformen, sondern auch kollektive Vorstellungen von Arbeit historisch entwickelt haben, weshalb weltweit eine Vielzahl divergenter Arbeitswelten mit spezifischen kulturellen Charakteristika existieren.

Kurzum: Unsere Arbeitswelten verändern sich – heute mehr denn je. Aus aktuellem Anlass wollen wir mit dem Projekt das Wissen um die kulturelle und historische Diversität von Arbeitskulturen in die Öffentlichkeit tragen.